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Donnerstag, 12. Januar 2012

True Manila

True Manila - eine Tour der etwas anderen Art.

Zu siebt machten wir uns auf den Weg Manila von einer anderen Seite kennenzulernen. Wir waren aus England, Frankreich, der Schweiz, Australien, Deutschland und den Philippinen und wollten das wahre Manila sehen. In einem der Slums der 19-Millionen-Metropole hielten wir an. Sofort waren wir von unzähligen Kindern umringt - also spielten wir erst einaml 'ne Stunde mit ihnen oder tanzten mit ihnen oder spielten die Manila-Version von Billard mit ihnen.


Auf der Straße neben uns wurden Hahnenkämpfe ausgetragen; zum Glück nur Training, ohne Rasierklingen oder töten. Zum Thema Hahnenkämpfe kommt später sicher mehr. So schön das Spielen mit den Kindern auch war, wir mussten weiter. Wir wollten etwas Gutes tun. An einem der zahlreichen kleinen Shops stoppten wir und ließen den Klingelbeutel rumgehen. Jeder gab, was er wollte. Am Ende wurde für das Geld Reis, Milchpulver, Dosenfleisch und Kekse gekauft. Um neugierige Blicke und Neid zu vermeiden, ging es schwer bepackt zum Haus unseres Tourguides Edwin, damit wir die Carepakete in Ruhe fertigmachen konnten. Als wir wieder aus dem Haus kamen, hatte es begonnen in Strömen zu regnen. Die Kinder spielten immer noch auf der Straße und hatten großen Spaß. Nass bis auf die Unterhose - egal, wir hatten Spaß! Natürlich wurden dann die Kekse unter den Kindern aufgeteilt - zumindest so gut wir konnten. Die Carepakete waren aber für wirklich Bedürftige. Also ging es nicht weit zu einer Brücke:


Es war stockdunkel unter der Brücke. Ein schmaler Gang führte hinein ins Dunkel, aufrecht laufen nicht möglich, von sanitären Einrichtungen brauchen wir nicht sprechen, links und rechts Holzverschläge, nicht viel größer als ein Bett, aber ohne Bett, nur mit spärlichem Licht, darin Familien mit Kindern. Ich habe schon viel Armut gesehen, aber so eine Art zu leben bisher noch nicht. Was sagt man zu solchen Leuten, wenn man ihnen eine kleine Unterstützung gibt? Ich habe ihnen jedesmal, wenn ich ihnen ein Carepaket gegeben habe, ihnen ein Frohes neues Jahr gewünscht. Sie haben gelächelt...

Ein tolles Projekt! Bitte unterstützt es auf Facebook oder geht auf die Seite und erfahrt mehr.
www.truemanila.com


Samstag, 7. Januar 2012

Wo bin ich?

Fuer die erste richtige Antwort gibt es ein Souvenier von meiner Reise!
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Tipp: Ich bin ein Wunder der Natur


PA-LA-WAN

Ich habe mich verliebt! Palawan!

Diese Inselgruppe im Westen der Philippinen ist so ein schoenes Fleckchen Erde. Rund 2.000 Inseln zaehlen dazu, welche (noch) nicht vom Tourismus zerstoert sind.

Im Norden ist die Insel Busuanga mit der Hauptstadt Coron, die ein Synonym fuer Wracktauchen ist. Die Insel hat nicht sehr viel zu bieten, ausser einigen Straenden und der Nachbarinsel Caluit Island, auf die zahlreiche afrikanische Tiere exportiert wurden. Das wichtigeste sind die Gewaesser um Coron. Mehrere japanische Kriegsschiffe haben hier im zweiten Weltkrieg ihr Ende gefunden. Eines kann man sogar erschnorcheln. Wenn man Abenteuer moechte, dann mietet man sich einfach ein Kayak und erkundet die umliegende Insel- und Unterwasserwelt. Ueberall gibt es noch intakte Korallenriffe, aufregende Buchten zwischen den Kalksteinfelsen und einsame Straende. Ein paar Tage hier koennen wirklich nicht schaden!

Palawan ist die groesste Insel dieses Archipels. Hier findet man eines der sieben Wunder der Natur - den Untergrundfluss. Natuerlich hat sich hier die Tourismusbranche sehr gut organisiert, aber trotzdem ist es einen Besuch auf alle Faelle wert. Alleine kann man den Fluss leider nicht besuchen, deshalb braucht man einen Guide bzw. jemanden, der einen durch das unterirdische Labyrinth paddelt. Schon nach einigen Metern ist des dunkel und ohne Lampe ist man verloren. Insgesamt ist der Fluss ueber acht Kilometer lang und laengst noch nicht alles ist erkundet. Eine Tour dauert 45min und fuehrt etwa 1,5km tief in die Hoehle. Unezaehlige Fledermaeuse schwirren umher, es tropft von der Decke - es ist nicht immer Wasser, sondern Guano, also Mund zu - und die Geraeusche sind ein Mix aus Stimmen und kreischenden Feldermaeusen. Mein Fazit: Aehnlich wie jede andere Hoehle, aber der Fluss macht's.

Der Grossteil der Insel ist Jungle und Kalkfelsen. Wenn man vom Untergrundfluss vier bis fuenf Stunden nach Norden faehrt erreicht man El Nido. Fuer mich, wie schon gesagt, einer der schoensten Orte auf unserem Planeten. Du moechtest Korallen und bunte Fische sehen - hier bist Du richtig! Du moechtest spannende Lagunen und Buchten erleben - hier bist Du richtig! Du moechtest Traumstraende mit tuerkisem Badewannenwasser - hier bist Du richtig! Du willst Robinson Crusoe sein und fuer ein paar Tage deine eigene Insel haben - hier bist Du richtig! Aber nicht mehr lange. Auch hier nimmt der Tourismus ein immer groesseres Ausmass an und wird, meiner Meinung nach, die zauberhafte Natur gefaehrden.

Ich persoenlich halte diesen Weg fuer den besten: Besorg' Dir ein Motorrad und zieh einfach los! Ich war mit einem Italiener unterwegs und wir fanden zwei Kilometer weissen Sand, unbegrenzt viele Kokusnuesse und keine Menschenseele. Wer es noch ein wenig exklusiver moechte, der laesst sich einfach durch die Inselwelt schippern, sucht sich eine Insel aus, laesst sich absetzen und am naechsten Tag wieder abholen. Das ist alles kein Problem und belastet das Portemonnaie nicht allzu sehr. Allen, die nicht so Abenteuerlustig sind, kann ich versichern, dass es hier zahllose Inselresorts gibt, die jeden Luxusstandard bereithalten.

Noch ist Palawan ein paradiesischer Ort, wie lange es so bleiben wird, kann ich nicht sagen, aber ich denke nicht mehr allzu lange. Wer Abenteuer und urspruengliches will, der sollte sich beeilen...