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Montag, 16. August 2010

Busfahren in Indien - eine Gebrauchsanweisung


Die Wahl des Buses: privat oder oeffentlich? Der private Bus ist fuer laengere Strecken und ueber Nacht gut geeignet. Meistens ist er klimatisiert, also warm anziehen. Er ist komfortabler als der oeffentliche, jedoch ungefaehr doppelt so teuer.
Der oeffentliche Bus ist ein Erlebnis, besonders auf langen Strecken, wenn man mehrmals umsteigen muss. Oft druecken die Knie gegen den Vordersitz, nach einer Weile bedauert man, dass man kein Sitzkissen hat, und der Sitzplatz wird gerne mit anderen geteilt. Preislich mit 1-1,5 Rs pro Kilometer unschlagbar.
Die Strecke: Private Busse fahren zwischen fast allen groesseren Staedten und Touristenzentren. Meistens macht er eine Pause unterwegs. Er ist gut fuer lange Strecken.
Der oeffentliche Bus faehrt fast ueberall. Man muss nur den Arm rausstrecken und er haelt. Da er ziemlich oft haelt, dauert die Fahrt und man muss vor allem auf langen Strecken oefter umsteigen. Deshalb ist es empfehlenswert, moeglichst immer an Verkehrsknotenpunkten umzusteigen. So dauert die Fahrt nicht sehr viel laenger als die mit dem privaten Bus. Meistens gibt es gute Anschlussmoeglichkeiten.
Die Wahl des Platzes: Generell ist es angenehmer vorne zu sitzen, weil der Bus dort nicht so schaukelt. Am besten ganz vorne links, denn dort ist der einzige Einzelplatz, man hat Platz fuer Gepaeck und die Sicht ist am besten. Falls man dort keinen Platz gefunden hat, sollte man sich an einen Fensterplatz setzen. Mit einer frischen Brise in der Nase ist die Fahrt angenehmer. Wenn man gross ist, und in Indien ist damit meine Groesse gemeint, dann sollte man sich an die Eingaenge setzen. Die Knie danken es einem.
Im Bus: Der private Bus ist angenehm, man braucht nicht viel. Etwas zu trinken, ein kleiner Snack und vielleicht etwas warmes zu zum ueberziehen reichen. Manchmal gibt es eine DVD, aber ansonsten zuruecklehnen und aus dem Fenster schauen.
Der oeffentliche Bus ist anders. Da er oft eine Pause macht, kann man bequem kalte Getraenke und Snacks unterwegs bekommen. Wenn nicht gerade eine Pause ist, dann sollte man niemals seinen Sitzplatz verlassen. Binnen weniger Sekunden ist er weg. Am Fenster zu sitzen hat hat den Vorteil, dass nur von einer Seite gedrueckt wird. Man sollte also immer seine Ellenbogen bereit haben. Im Draengeln sind die Inder Weltmeister.
Das Personal: Normalerweise sind der Fahrer und der Conductor im Bus. In oeffentlichen Bussen ist der Conductor sehr wichtig. Man bezahlt die Fahrt bei ihm und er hat die Regie ueber den Bus. Dabei ist die Trillerpfeife sein wichtigstes Untensil. Er gibt dem Fahrer damit zeichen, wie weit man vom Abgrund oder von entgegenkommenden Autos entfernt ist. Ansonsten bedeutet einmal pfeifen STOPP und zweimal LOS.
Sonstiges: Fremder Achselschweiss im Gesicht ist im oeffentlichen Bus keine Seltenheit.
Oft muss das Gepaeck auf dem Dach verstaut werden, also Regenschutz nicht vergessen und vor allem das Gepaeck gut befestigen.
Besonders in Grossstaedten sind die Busse immer ueberfuellt. Manchmal muss man auf's Dach oder haengt aus der Tuer, die normalerweise immer offen ist, heraus.
Man sollte auch nie direkt hinter einer Frau am Fenster sitzen. Staendig haengt eine aus dem Fenster und uebergibt sich. Es laeuft entweder an der Aussenseite des Buses hinunter oder fliegt nach hinten...
Bewertung: Der private Bus ist wesentlich kofortabler und teurer als der oeffentliche. Auf Grund der Menschen, die man im oeffentlichen Bus trifft, ist es wesentlich spannender mit ihm zu fahren. Ich empfehle jedem mit dem oeffentlichen Bus zu reisen!

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