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Mittwoch, 29. Februar 2012

Rumble in the Jungle - Jungle Nights

...als es am naechsten Morgen endlich losging, waren wir ploetzlich zu viert. Darius kam aus einem der Doerfer auf unser Route und hatte gehoert, dass wir dorthin aufbrechen wollten. Er hatte extra drei Tage gewartet, damit er den Weg nicht alleine nehmen musste. Direkt am Ortsausgang begann das, worauf wir hingefiebert hatten - das gruene Herz Borneos. Schon nach zehn Minuten Marsch waeren Leon und ich ohne Guide hilflos gewesen. Der Pfad war schmal, an einigen Stellen mussten wir uns den Pfad mit der Machete frei machen. Hindernisse wie umgefallene Baueme, Schlammloecher und kleine Fluesse hielten uns nicht auf. Zwei Berge galt es an diesem Tag zu ueberwinden. Die Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit machten den Weg ungleich schwerer. Keuchend und stoehnend trieben wir uns die Berge hinauf. Fuer mich war es jedoch schlimmer bergab zu gehen. Es war steil und die feuchten Blaetter und der Schlamm machten den Absteig zu einer Rutschpartie. Dazu kam noch das Gewicht unser Rucksaecke mit all unseren Sachen und Proviant. Ich hatte zum Glueck nur rund 15kg auf den Ruecken; der arme Leon jedoch mehr als 20kg. Wirklich nervtoetend waren die Blutegel. Gelegentlich sah man sie sich auf feuchten Blaettern nach einer neuen Nahrungsquelle winden - meistens sah man sie jedoch nicht. So kontrollierte ich fast im Minutentakt meine Schuhe und Beine nach den Saugern. Wenn man einen uebersah machte es sich an Blutflecken auf der Kleidung bemerkbar. Die Egel sind zwar nicht gefaehrlich oder uebertragen Krankheiten, aber sie hinterlassen blutige Wunden, die bei diesen klimatischen Bedingungen ungleich laenger baruchen, um zu heilen. Irgendwann fragte Philip: "Warum hat Gott diese Biester geschaffen? Was fuer einen Nutzen haben sie?" Ich weiss keine Antwort. So wanderten wir ueber Stunden, meist im Gaensemarsch: Darius vorneweg, dahinter ich, gefolgt von Leon und den Schluss bildete Philip. Obwohl wir zu viert waren, wurde kaum gesprochen. Jeder war alleine mit sich selbst und seinen Gedanken beschaeftigt.

Zeitig vor Sonnenuntergang hatten wir unser Domizil erreicht: Eine Huette mitten im Dschungel. Es war eher ein Dach mit ein wenig Wand und einer Feuerstelle.
Eine kleine erhoehte Flaeche
bot Schutz vor Bodenfeuchtigkeit, auf der gerade genug Platz fuer uns vier und unsere Sachen war. Der neben der Huette fliessende Fluss diente als Trinkwasserquelle, zum (Ab-)Waschen und als Toilette. Als unser Schlaflager aufgebaut war - ich schlief auf einem alten Sack - besorgten wir fachmaennisch mit Machete Feuerholz. Das Feuer diente nicht nur zum Kochen, sondern hielt auch allerlei Ungeziefer ab. Nach unserem obligatorischen Reis mit Dosensardinen und Dschungelfarn sowie einer Tasse Tee, oeffneten wir noch eine Flasche lokalen Kraeuterschnaps, der sich als guter Schlaftrunk herausstellte. Um halb acht war der Tag gelaufen. Mit den Geraeuschen des Dschungels schliefen wir ein...

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