In Mulu lernte ich Leon kennen, der ebenfalls alleine auf Reisen war. Schnell fanden wir heraus, dass wir aehnliche Ideen und Vorstellungen vom Reisen hatten, und so beschlossen wir die naechsten Abenteuer gemeinsam anzugehen. Das Ziel sollten die Highlands im Herzen Borneos sein. Schon am naechsten Tag waren die dazu notwendigen Fluege gebucht und einige Tage spaeter sassen wir im Flieger nach Bario. Es sollte der aufregendste Flug meines Lebens werden. Nicht nur, dass das Gepaeck gewogen wurde, sondern auch wir mussten auf die Waage, bevor wir das winzige Flugzeug bestiegen.
Wir sassen ganz vorne im Flugzeug, mit uns nicht mal ein Dutzend anderer Passagiere und jede Menge Vorraete. Vor dem Start gab es noch einen kleinen Plausch mit den Piloten, denen wir waehrend des gesamten Fluges bei der Arbeit zuschauen konnten. Unter uns wie immer nur gruen, vereinzelt sahen wir Holzfaeller-camps. Irgenwann erspaehte ich einen kleinen Flughafen unter uns - es war Mulu, wo ich noch einen Tag vorher gewesen war. In einige der Hoehlen, die ich waehrend meiner Woche in Mulu erkundet hatte, konnte ich vom Flugzeug hineinschauen. Als die Berge hoeher wurden und die Wolkendecke dichter, wussten wir, dass unser Ziel nicht mehr weit war. Der Laerm der Propeller machte es fast unmoeglich zu kommunizieren und manchmal, wenn wir die Wolken umkurvten, war das Gefuehl im Magen etwas flau. Doch dann ging es schon hinunter. Durch das Cockpit verfolgten wir den Landeanflug auf Bario. Die Landebahn war wirklich kurz, doch unsere Piloten brachten uns sicher nach unten. Unsere Rucksaecke entluden wir selbst und keine fuenf Minuten spaeter trafen wir Steven, der unser Gastgeber fuer die naechsten zwei Naechte sein sollte...
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen