...Philip und Pauline warteten schon auf uns drei, als wir in Pa Lungan ankamen. Es war ein kleines Dorf mit weniger als 100 Einwohnern, umsaeumt von saftig-gruenen Huegeln. Wir liessen es uns gut gehen. Pauline bereitete die gesamte Zeit fantastisches Essen fuer uns zu. Alles, was auf den Tisch kam, war nicht aelter als wenige Stunden; sei es Gemuese, Fisch, Fleisch oder Obst. Besonders gut war der Dschungelfarn. Vorher hatte ich noch nie gehoert, dass man Farn essen kann. Fuer uns war es wenig aufregend in den Tagen in Pa Lungan. Bei den Nachbarn ging ich fischen und konnte dadurch sogar zum Abendessen beitragen. Jedesmal wenn ich jemanden erzaehlte, ich sei Deutscher, fiel der Name Lutz. Ich hoerte, er sei aus Deutschland und lebte im Nachbartal. Er solle ein nicht sehr gespraechiger Zeitgenosse sein und gerne auf Baeume klettern. Irgenwann packte es mich ihn zu finden. Ich wollte mich selbst von der Person ueberzeugen, ueber die ich so viele merkwuerdige Dinge gehoert hatte. Also machte ich mich auf den Weg und suchte - vergeblich. Irgendwie war ich auch froh, ihn nicht gefunden zu haben. Merkwuerdige Personen alleine im Dschungel zu suchen, gibt einem schon ein komisches Gefuehl.
Trotzdem war Pa Lungan in keinerlei Hinsicht enttaeuschend. Es ist eines der schoensten Doerfer, die ich besucht habe. Das Essen hier war hervorragend und meist viel zu viel. Das Leben hier ist einfach, aber aeusserst herzlich.
Wichtig fuer uns war es Kraefte zu sammeln und uns auf das vorzubereiten, was bevorstand: Der lange Marsch durch den Dschungel. Philip erklaerte sich bereit unser Guide zu sein und gemeinsam steckten wir die Route ab. Wir waren bereit fuer die kommenden Tage...
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